Die Reerdigung (auch „Erdumwandlung“ genannt) ist eine der jüngsten Bestattungsformen und wird derzeit intensiv diskutiert. Bei ihr wird der Körper innerhalb weniger Wochen auf natürliche Weise zu fruchtbarer Erde. Für viele Menschen verbindet sie den Wunsch nach einem naturnahen Abschied mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit.
Wie eine Reerdigung abläuft
Der Verstorbene wird in einem geschlossenen Behälter, dem sogenannten „Kokon“, auf ein Bett aus Pflanzenmaterial wie Stroh, Heu und Blüten gebettet. Durch Mikroorganismen, Wärme und Sauerstoff wandelt sich der Körper über etwa 40 Tage in nährstoffreiche Erde um. Diese Erde wird anschließend auf einem Grabfeld beigesetzt.
Der Gedanke, Teil eines natürlichen Kreislaufs zu werden, tröstet viele Menschen.
Rechtliche Lage in Deutschland
Die Reerdigung befindet sich in Deutschland noch in der Erprobung. Sie wird bislang nur in einzelnen Bundesländern im Rahmen von Modellprojekten angeboten und ist nicht flächendeckend zugelassen. Die rechtlichen Grundlagen entwickeln sich fortlaufend weiter.
Was das für Familien aus Ulm bedeutet
Da in Baden-Württemberg grundsätzlich die Bestattungspflicht gilt und die Reerdigung hier noch nicht regulär möglich ist, lässt sie sich derzeit nur über Angebote in anderen Bundesländern realisieren. Wir informieren Sie offen über den aktuellen Stand, die Voraussetzungen und mögliche Alternativen, die dem gleichen Wunsch nach Naturnähe entsprechen, etwa die Wald- oder Baumbestattung. Unser Kalkulator nennt für die Reerdigung derzeit die Standorte Mölln und Kiel in Schleswig-Holstein.
Sprechen Sie mit uns
Neue Bestattungsformen werfen viele Fragen auf. Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam und beraten Sie sachlich und ohne Druck, damit Sie eine Entscheidung treffen können, die sich für Sie und Ihre Familie stimmig anfühlt.



