Ein Großteil unseres Lebens findet heute auch online statt: E-Mail-Postfächer, soziale Netzwerke, Cloud-Speicher, Online-Banking und zahlreiche Abonnements. Was mit all diesen Zugängen nach dem Tod geschieht, bleibt oft ungeklärt. Das stellt Angehörige vor große Herausforderungen. Mit etwas Vorbereitung lässt sich das vermeiden.
Was zum digitalen Nachlass gehört
- E-Mail-Konten und Messenger-Dienste
- Profile in sozialen Netzwerken
- Online-Banking und Bezahldienste
- Cloud-Speicher mit Fotos und Dokumenten
- Kostenpflichtige Abonnements und Verträge
- Eigene Websites oder digitale Guthaben
Warum Vorsorge so wichtig ist
Ohne Zugangsdaten haben Angehörige es schwer, Konten zu schließen oder laufende Verträge zu kündigen. Manche Abos laufen unbemerkt weiter, wichtige Erinnerungen wie Fotos bleiben unerreichbar. Rechtlich geht der digitale Nachlass grundsätzlich auf die Erben über. Praktisch scheitert der Zugriff oft an fehlenden Passwörtern.
Der digitale Nachlass gehört heute ebenso zur Vorsorge wie das Testament.
So regeln Sie Ihren digitalen Nachlass
- Übersicht erstellen: Listen Sie Ihre wichtigsten Konten und Dienste auf.
- Zugangsdaten sicher hinterlegen: Nutzen Sie einen Passwort-Manager oder eine verschlüsselte Liste an einem sicheren Ort.
- Vertrauensperson bestimmen: Legen Sie fest, wer sich im Ernstfall kümmern soll.
- Wünsche festhalten: Notieren Sie, welche Konten gelöscht und welche erhalten bleiben sollen.
- Vollmacht erteilen: Eine über den Tod hinaus geltende Vollmacht gibt Ihrer Vertrauensperson Handlungssicherheit.
Teil einer umfassenden Vorsorge
Wir sehen den digitalen Nachlass als selbstverständlichen Bestandteil einer durchdachten Bestattungsvorsorge. Gern besprechen wir mit Ihnen, wie Sie auch diesen Bereich klar und entlastend für Ihre Angehörigen regeln.



